Glanz des Rittertums

Glanz des Rittertums – Coron Verlag – Verschiedene EigentĂŒmer

Paris (Frankreich); BrĂŒgge (Belgien) und weitere — 9.–15. Jahrhundert

Das Idealbild des mittelalterlichen Ritters: Mut, StÀrke und Barmherzigkeit in zehn meisterlichen Miniaturen aus den schönsten Bilderhandschriften des Mittelalters

  1. Ritter waren typischerweise Mitglieder des unteren Adels, die die Hoffnung hatten, durch den MilitÀrdienst gesellschaftlich aufzusteigen

  2. Die WettkĂ€mpfe in Friedenszeiten reichten von wahren Großereignissen bis zu Duellen und SchlĂ€gereien, die schon durch eine Beleidigung ausgelöst werden konnten

  3. Diese Sammlung von zehn Miniaturenseiten aus prÀchtig illuminierten Handschriften zeigen das Ideal des echten Ritters

Glanz des Rittertums

  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Glanz des Rittertums

Der Ritter ist diejenige Figur, die am engsten mit dem Mittelalter verbunden ist. Konkret handelt es sich um einen Titel, der von einem Monarchen oder KirchenfĂŒrsten, z.B. einem Bischof, in Anerkennung eines Dienstes als Krieger verliehen wurde. Dieser furchterregende Stand kĂ€mpferischer MĂ€nner versuchte fortan, das eigene Verhalten zu regulieren, indem sie im Hochmittelalter einen ritterlichen Verhaltenscodex kultivierten, der ihre TĂ€tigkeiten sowohl auf dem Schlachtfeld als auch im tĂ€glichen Leben, insbesondere in Bezug auf Frauen, nach christlichen GrundsĂ€tzen regulierte. Der ideale Ritter war mutig und stark, aber auch selbstlos und barmherzig. Er versuchte, seine Kraft fĂŒr einen guten Zweck wie den Schutz der Schwachen oder sogar des Christentums selbst zu kanalisieren. Von diesem fortdauernden Ideal des ritterlichen Ritters zeugt das Fortbestehen einiger Ritterorden bis heute, auch wenn sie nun ihrer militĂ€rischen Zwecke beraubt sind und zumeist als gemeinnĂŒtzige Organisationen tĂ€tig sind.

Blatt 1: Der Schutzpatron: Michael
Apokalypse, Metropolitan Museum of Art, New York
Frankreich, um 1320

Blatt 2: Das Ideal des Ritters: St. Georg  
Brevier des Herzogs von Bedford, BibliothĂšque Nationale, Paris  
Paris, zwischen 1425 und 1435  

Blatt 3:Der Lehnsherr: König und Kaiser Otto III.  
Evangeliar Ottos III., Bayerische Staatsbibliothek, MĂŒnchen  
Reichenau, um 1000  

Blatt 4: Der Ritter und seine RĂŒstung: König David  
Psalter, Österreichische Nationalbibliothek, Wien  
Frankreich, um 1280  

Blatt 5: Das antike Vorbild: Alexander der Große  
Alexanderroman, Bodleian Library, Oxford  
FlÀmisch, zwischen 1338 und 1344  

Blatt 6: Tradition und Gegenwart: CĂ€sar ĂŒberschreitet den Rubikon  
Histoire ancienne jusqu’à CĂ©sar et faits des Romains, MusĂ©e du Louvre, Paris  
Frankreich, um 1460  

Blatt 7: Das höfische Epos: Tristan und Isolde  
Roman de la Poire, BibliothĂšque Nationale, Paris  
Frankreich, um 1275  

Blatt 8: Der Kampf um das heilige Land: Kreuzritter vor Jerusalem  
Burchardus Teutonicus, Descriptio Terrae Sanctae, Biblioteca del Seminario, Padua  
Oberitalien, Ende 13. Jahrhundert  

Blatt 9: Der ritterliche Dichter: Hartmann von Au  
Große Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse), UniversitĂ€tsbibliothek, Heidelberg  
ZĂŒrich, Anfang 14. Jahrhundert  

Blatt 10: Herbst des Rittertums: Maria von Burgund und Maximilian  
Gebetbuch der Maria von Burgund, Österreichische Nationalbibliothek, Wien  
Gent, zwischen 1467 und 1480

Kodikologie

Alternativ-Titel
Splendor of Knighthood
Herkunft
Frankreich
Datum
9.–15. Jahrhundert
Buchschmuck
10 Miniaturen
Inhalt
Zehn EinzelblÀtter bedeutender Handschriften

VerfĂŒgbare Faksimile-Editionen:
Glanz des Rittertums – Coron Verlag – Verschiedene EigentĂŒmer
Coron Verlag – GĂŒtersloh, 1987
Limitierung: 1495 Exemplare
Detailbild

Kassette Glanz des Rittertums

Das Ideal des Ritters: Der heilige Georg

Als Mitglied der PrĂ€torianergarde fĂŒr Kaiser Diokletian gehörte Georg von Lydda zur Elite der römischen Armee. Der kappadokische griechische Soldat weigerte sich jedoch, seinem christlichen Glauben abzuschwören, und wurde deshalb hingerichtet. Seit den KreuzzĂŒgen als MilitĂ€rheiliger verehrt, ist er berĂŒhmt dafĂŒr, wie er einen Drachen erschlĂ€gt, der Menschenopfer forderte und dabei das nĂ€chste Opfer rettet - natĂŒrlich eine Prinzessin, die den Drachen mit einer Leine hĂ€lt, wĂ€hrend der heilige Georg ihm mit einem Speer in den Hals sticht.

Glanz des Rittertums – Coron Verlag – Verschiedene EigentĂŒmer
Einzelseite

Evangelien von Otto III

AuftraggeberportrÀt

Seine MajestÀt, Kaiser Otto III., schaut uns hier direkt in die Augen: In der einen Hand hÀlt er den Reichsapfel und in der anderen ein mit einem Adler gekröntes Zepter. Ottos Blick ist zuversichtlich bis fast schon hypnotisch und er selbst lÀsst sich eindeutig als Erbe der CÀsaren des antiken Rom stilisieren. Dabei wird er von seinen Ratgebern flankiert: Soldaten auf der einen und Geistliche auf der anderen Seite.

Otto III. konzentrierte sich auf seine Italienpolitik und dieses PortrĂ€t zeigt deutlich sein Selbstbild als Erbe der Römer. Er sitzt unter einem Dach mit klassischen SĂ€ulenkapitellen, an denen Fratzen prangen. Überhaupt wurden nur die besten Materialien verwendet: eine reiche Vielfalt opaker Farben und die großzĂŒgige Verwendung von Blattgold.

Glanz des Rittertums – Coron Verlag – Verschiedene EigentĂŒmer
Faksimile-Editionen

#1 Kassette Glanz des Rittertums

Coron Verlag – GĂŒtersloh, 1987

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Coron Verlag – GĂŒtersloh, 1987
Limitierung: 1495 Exemplare
Einband: BlĂ€tter in exklusiv entworfener Holz-Kassette mit Leinendeckel, mit Leiste aus französischem Nussbaumholz gerahmt. Überzug der Kassette: Jean Dillon als Ritter
Kommentar: 1 Band
Sprache: Deutsch
Faksimile: 10 Einzelseiten Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprĂŒnglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Ausgabe bei uns verfĂŒgbar!
Preiskategorie: €
(unter 1.000€)
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